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Lamb of God: Lamb of God (Review)

Artist:

Lamb of God

Lamb of God: Lamb of God
Album:

Lamb of God

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash Metal

Label: Nuclear Blast / Believe
Spieldauer: 44:50
Erschienen: 19.06.2020
Website: [Link]

Man braucht keine philosophischen Abhandlungen zu LAMB OF GODs neuem Album zu schreiben, zumal bereits der Titel darauf hindeutet, dass sich die Pantera-Nachlassverwalter schlechthin mit der Platte selbst definieren wollen. Mit „VII: Sturm und Drang“ legte die Combo die Messlatte für sich selbst 2017 hoch an. Die Herangehensweise während des Schaffensprozesses hat sich aber nicht großartig von früheren Arbeiten an Platten unterschieden.

Der stets wortgewaltige Randy Blythe hat dazu nur zufälligerweise ausnahmslos politisch motivierte Texte geschrieben, die auch, aber nicht nur Amerikas aktuelle politische Stoßrichtung attackieren. Ansonsten ist „Lamb Of God“ auch die Definition von Konstanz; die Riff-Maschine ist gut geölt, ein neuer Schlagzeuger wurde ohne Blessuren eingearbeitet und rollt genauso souverän durch mehrere Doublebass-Walzen, wie er (wenn Corona wieder Konzerte erlaubt) Walls Of Death provozierende Groove-Ungetüme wie 'Resurrection Man' mit kraftvollem Punch verziert.

Zu den weniger offensichtlichen Reißern, die dafür jedoch umso länger nachwirken, gehört allen Nicht-Auskopplungen voran das stimmungsvolle 'Reality Bath', in dem Blythe Amokläufe und ökologischen Raubbau thematisiert. Der Frontmann sprechsingt und brüllt hier und auch anderswo auf bewährte Art, doch während der Songwriting Phase scheint vielleicht aufgrund kollektiver Wut im Lager der Band das direkteste, eingängigste Material in ihrer Diskografie entstanden zu sein. ‚Poison Dream‘ (mit Hatebreeds Jaimey Jasta) und ‚Routes‘ (Chuck Billy von Testament sagt hallo), das sich selbst erklärende ‚New Colossal Hate‘ und die kompakte Single ‚Gears‘ sind heiße Kandidaten für eine „Best Of“ sowohl der Gruppe als auch der NWOAHM-Ursuppe, aus der sie stammt.

FAZIT: "Lamb Of God" kommt nicht zuletzt wegen seines Titels einer Bestandsaufnahme gleich und zeigt LAMB OF GOD als für alle Krisen - die aktuelle wie auch alle möglichen weiteren - bestens aufgestelltes Modern-Metal-Bollwerk.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1058x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Memento Mori
  • Checkmate
  • Gears
  • Reality Bath
  • New Colossal Hate
  • Resurrection Man
  • Poison Dream (feat. Jamey Jasta)
  • Routes (feat. Chuck Billy)
  • Bloodshot Eyes
  • On The Hook

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
hendrik [musikreviews.de]
gepostet am: 12.06.2020

Eine ewig überproduzierte, lausig komponierende, öde Scheißband....

Schade, dass Art Cruz nicht bei Prong geblieben ist, da war er perfekt. Aber hier gibts natürlich mehr Kohle zu verdienen, außerdem ist LOG ja angeblich und unverständlicherweise seine Lieblingsband...
Andreas [musikreviews.de]
gepostet am: 13.06.2020

Stimmt alles nicht, und Prong sind schon seit Jahren ein Schatten ihrer selbst
hendrik [musikreviews.de]
gepostet am: 14.06.2020

Ok, Einschränkung: Blythe hat ne geile Stimme. Aber ansonsten bleib ich dabei.

Prong sind auf Platte tatsächlich nicht mehr toll, da hätte ich genauer sein und sagen sollen: Live. Was für ein Drive und Druck.
hendrik [musikreviews.de]
gepostet am: 14.06.2020

Und by the way... Du findest dieses kalte Geklacker nicht überproduziert...?
Andreas [musikreviews.de]
gepostet am: 16.06.2020

Passt halt wie der Arsch auf den Eimer. Der Kram muss so klingen, Vintage-Produktion hol ich mir in Schweden ab, haha. Breite Beine, dicke Hose, kalte Produktion. Pantera klangen noch viel schlimmer von heute aus betrachtet, gerade die Gitarren.
hendrik [musikreviews.de]
gepostet am: 18.06.2020

Diese fiesen Sounds waren im ausgehenden Analog-Zeitalter aber für mich, wenn auch nicht weniger radikal, doch deutlich ohrenfreundlicher. Ich ziehe "Far Beyond Driven" produktionstechnisch jederzeit vor.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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