Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Rrrags: High Protein (Review)

Artist:

Rrrags

Rrrags: High Protein
Album:

High Protein

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Classic Rock

Label: Lay Bare Recordings
Spieldauer: 33:09
Erschienen: 29.05.2020
Website: [Link]

Ernährt man sich eiweißreich, braucht man umso weniger Kohlehydrate, die sowieso viel zu schnell verbraucht werden, und Fett nur insoweit, als es die Aufnahme des "Muskelbaustoffs" fördert - ein volkswissenschaftliche Weisheit, die in "High Protein" eine musikalische Bestätigung zu erfahren scheint …

RRRAGS sind gewissermaßen ein Allstar-Projekt, bestehen nämlich aus Gitarrist Ron Van Herpen, der als (ehemaliges) Mitglied von Astrosoniq, The Devil's Blood und aktuell Molasses zu den Triebfedern der BeNeLux-Rockszene gehört, Bassist Rob Zim von den US-Garagenfegern The Lords of Altamont sowie dem singenden Schlagzeuger Rob Martin, der ansonsten bei Bliksem die Felle gerbt.

Unabhängig davon klingt die Band auf ihrer zweiten Platte sehr live, was ihrem Selbstverständnis als Bühnenattraktion entspricht. Die seit 2017 existierende Combo stellte sich schon kurz nach ihrer Gründung der Öffentlichkeit vor, als sie beim Roadburn Festival spielte, und frönt von jeher - wie sollte es anders sein in dieser Konstellation? - klassischem Hardrock wie aus den frühen 1970ern.

Van Herpen spielt mit natürlicher Verzerung und hat den Blues in der Stimme, was "High Protein" phasenweise wie ein verschollenes Jimi-Hendrix-Album klingen lässt. Die sehr verspielten Songs bestechen durch Funk- und Soul-Elemente auf rhythmischer bzw. gesanglicher Ebene, wobei sich RRRAGS auch nicht vor improvisatorischen Kurztrips scheuen, die etwa während 'The Fridge' oder im achtminütigen 'Dark is the Day' das Salz in der Suppe ausmachen.

"High Protein" ist ein heißes Eisen, das merkt man schon nach wenigen Tönen. Das ruppig hämmernde 'Sugarcube' (Blue Cheer und MC5 lassen grüßen) das zart schmelzende 'Hellfire' (hallo, Cream!) und die Proto-Metal-Backpfeife 'Sad Sanity' gehören zu den Hits eines voraussichtlich schwülen Sommers 2020, in dem man nur bedauern kann, RRRAGS nicht auf irgendeiner Bühne bewundern zu dürfen.

FAZIT: Die neue Classic-Rock-Eminenz - RRRAGS hätten angesichts dieses Bollwerks von einem ersten Album jeden Hype verdient, der wegen ihrer vagen Verbindungen zu The Devil's Blood (klappt schließlich auch bei Dool, egal wie unsinnig es ist) aufkommen könnte. Am Jahresende sehen wir uns auf den Best-of-Listen wieder …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 784x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Fridge
  • Messin
  • Sad Sanity
  • Dark Is The Day
  • Sugarcube
  • Demons Dancing
  • Hellfire
  • Window

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!