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White Canyon & The 5th Dimension: White Canyon & The 5th Dimension (Review)

Artist:

White Canyon & The 5th Dimension

White Canyon & The 5th Dimension: White Canyon & The 5th Dimension
Album:

White Canyon & The 5th Dimension

Medium: CD/LP/MC/Download
Stil:

Psychedelic Rock

Label: Necio Records
Spieldauer: 38:09
Erschienen: 25.08.2020
Website: [Link]

Zwischen den mittlerweile wieder angesagten Polen Post Punk und Shoegaze sowie archaischem Psychedelic Rock als drittem Eckpfeiler fühlen sich WHITE CANYON & THE 5TH DIMENSION sehr wohl - wobei die stilistische Ausrichtung der Gruppe insofern ungewöhnlich ist, als sie (Stichwort Coldwave und so …) aus dem sonnig warmen Brasilien stammt.

Andererseits sind Klischees dazu da, widerlegt zu werden, was angesichts des rauen Windes, der den Bürgern des Landes dieser Tage entgegenweht (Stichwort zwei: Präsident Jair Bolsonaro und so …) definitiv leichtfällt. Wie dem auch sei, die Band debütiert auf diesem nicht konkret betitelten Album mit einem Sound, der die LSD-schwangere Aufbruchsstimmung der späten 1960er mit dem ätherischen Klebstoff der frühen 1980er verschmilzt.

Und Kleber ist ein gutes drittes Stichwort im Zusammenhang mit WHITE CANYON & THE 5TH DIMENSION, denn das Kernduo webt aus nicht unbedingt vielen Bestandteilen überdurchschnittlich griffige Song-Netze wie das Flanger-schwangere 'Bright Colours in the Sky' aus dem Syd Barrett ebenso spricht, wie es Fields of The Nephilim aus dem finsteren 'Bardo Mountain' tun, auch weil das Projekt Western-mäßig zitternde Gitarrenlinien gezielt als Stilmittel einsetzt.

'Love Witch' eignet sich in diesem Rahmen prima zu einem eng umschlungenen Tanz, wohingegen 'Empty Box' als harte Variante dessen durchgeht, was Ian Curtis mit Joy Division zu einem ganzen Genre erhoben hat. Es ist zugleich das Higlight eines noch nicht ganz runden, aber auf reizvolle Art janusköpfigen Albums, das

FAZIT: Gabriela Zaith und Léo Gudan alias WHITE CANYON & THE 5TH DIMENSION sind letztendlich gar keine so ungewöhnliche südamerikanische Band. Die beiden verstehen es auf dieser Platte bestens, anheimelnden Retro-Psych mit urban britischer Verzweiflung, die gleichsam rückwärtsgewandt ist, zu verschränken. Am Songwriting darf das Duo aber noch feilen, um rascher auf den Punkt zu kommen als hier.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 412x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Silver bird
  • Bright Colours in the Sky
  • Love Witch
  • Bardo Mountain
  • Surrender
  • Everything is light
  • Empty Box
  • Holy place

Besetzung:

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Interviews:
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