Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Blackmore's Night: Nature's Light (Review)

Artist:

Blackmore's Night

Blackmore's Night: Nature's Light
Album:

Nature's Light

Medium: CD/LP/Deluxe/Limitiert/LP farbig
Stil:

Mittelalter-Pop, Renaissance

Label: earMUSIC/Edel
Spieldauer: 46:15
Erschienen: 12.03.2021
Website: [Link]

„Als ich als kleiner Junge noch zur Sonntagsschule ging, sang einmal ein zehnjähriger Junge das Lied 'Greensleeves'. Ich war so ergriffen von der Melodie, dass sie mich sofort in eine andere Zeit katapultierte. Ab diesem Zeitpunkt war ich süchtig nach dieser Droge namens Renaissance-Musik.“ (Ritchie Blackmore)

Nach sechs Jahren mal wieder ein Studio-Album von den Mittelalter-Romantikern BLACKMORE'S NIGHT um den ehemaligen DEEP PURPLE-Hardrocker Ritchie Blackmore und seine Lebenspartnerin CANDICE NIGHT. Und auf die beiden ist Verlass. Zumindest wenn es darum geht, immer wieder orchestral aufbereiteten, wiedergeborenen Mittelalter-Folk-Pop voller Bombast und historischen Instrumenten, wie Leierkasten, Dudelsack, Schalmei, Krummhorn usw., sowie schwungvollen Melodien zu vertonen, die zum Tanzen oder Durch-den-Wald-hüpfen“ einladen, selbst im Dezember.

Und sogar eine unfassbare DEEP PURPLE-Atmosphäre wird einmal verbreitet, die einen regelrecht plättet. Na klar ist das ein Instrumentaltitel, bei dem Ritchie endlich seine E-Gitarre wieder rausholt und Keyboarder Bard David Of Larchmont wie die Reinkarnation von JON LORD klingt. Sogar das deutsche Musikfreund-Herz darf dabei besonders hoch schlagen, denn dieses überraschende „Gedenk“-Stück heißt auch noch „Der Letzte Musketier“.

Während dann natürlich sofort ein Schwenk auf (die ganz alten) Zeiten erfolgt, indem die „Wish You Were Here“-Version vom Album „Shadow Of The Moon“ aus dem Jahre 1997 in seiner 2021er-Variante präsentiert wird.

Ganz anders ist dagegen das getragene zweite Instrumental „Darker Shade Of Black“, eine Hymne, bei dem die Violine dominiert und sich die Stimmung samt der engelsgleichen „HaHaHa“-Gesängen nach und nach in himmlische Höhen erhebt.

Der letzte Song fällt durch großartige E-Gitarrenarbeit auf, die dieses Mal nicht etwa an die alten Purple, sondern eher an den alten „Island“-GILMOUR erinnert. Genauso wie auch der Album-Opener „Once Upon December“ basiert er auf einem Traditional und erfüllt so voll und ganz die Absicht, welche BLACKMORE'S NIGHT per Ansage auf „Nature's Light“ (Ein interessanter Gegensatz zwischen Band- und Album-Namen!) verfolgen, nämlich die Geschichte, Schönheit, Kraft und Wunder der Natur aufzuzeigen und dabei sich deutlich der Folk-Musik der Renaissance zuzuwenden, die von den Mythen und Legenden vergangener Epochen inspiriert ist.

Mission definitiv gelungen und Absicht hinter „Nature's Light“ erfüllt, auch wenn unter diesem Aspekt BLACKMORE'S NIGHT im Grunde fast durchgängig wie gewohnt klingen, wenn da nicht „Der Letzte Musketier“ wäre…

FAZIT: Ein weiteres feines Vinyl-Scheibchen, das dem Renaissance-Folk mit poppigen Melodien und modernen wie traditionellen Instrumenten huldigt. Na, klingelt da (neben den Weihnachtsglocken noch) was? Aber klar – RAINBOW'S NIGHT sind nach sechs Jahren mal wieder auf einer Studio-LP, der bereits zehnten seit ihrer Gründung 1997, zurück und zelebrieren mit oft schmachtvoller Leidenschaft die guten alten Zeiten der Renaissance und die innige Liebe zu den Schönheiten und Mythen der Natur. Und dann taucht da doch tatsächlich auch noch „Das letzte Musketier“ auf, das Degen-schwingend einen weiten instrumentalen Streich in Richtung verträumter DEEP PURPLE-Erinnerungen setzt.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 508x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Seite A (21:04):
  • Once Upon December (3:09)
  • Four Winds (3:02)
  • Feather In The Wind (4:30)
  • Darker Shade Of Black (6:05)
  • Te Twisted Oak (4:18)
  • Seite B (25:11):
  • Nature's Light (4:30)
  • Der Letzte Musketier (4:58)
  • Wish You Were Here – 2021 (5:04)
  • Going To The Faire (4:34)
  • Second Element (6:05)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Laterne, Laterne, Sonne Mond und...

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!