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Aether: III (Review)

Artist:

Aether

Aether: III
Album:

III

Medium: CD/Download
Stil:

Electronic Jazz, Fusion, Prgressive-, Psychedelic-Rock, Ambient

Label: Luminol Records
Spieldauer: 43:49
Erschienen: 22.05.2026
Website: [Link]

AETHER gehören zu den Gruppen, die ohne zusätzliche Infos schwer zu googeln sind. Denn nicht nur das italienische Quartett ist auf die Idee dieser Namensgebung gekommen. Immerhin sind die formidablen brasilianischen Progressiv-Rocker gleichen Namens musikalisch gar nicht so weit entfernt. Aber es gibt weitere ätherische Kollegen, die sich in unterschiedlichen musikalischen Sparten ausleben.

Mit Andrea Grumelli und Matteo „Teo“ Ravelli finden sich zwei Namen in der Besetzung, die den Lesern dieser Seite nicht unbekannt sein dürften. Spielen beide doch bei den vorzüglichen I SINCOPATICI und sind gut bekannt mit Claudio Milano, dem der den einzigen Wortbeitrag (zur Einleitung von „Vogon“), in gewohnt kunstvoller Manier, zum ansonsten rein instrumentalen Album liefert. Bereits das dritte Werk in der AETHER Diskographie, nach dem plastischer benannten Vorgänger „Trans-Neptunian Objects“, schlicht „III“ betitelt.

Im Pressetext werden zahlreiche musikalischen Verweise genannt, von KING CRIMSON, über Dark- und nordischen Jazz (insbesondere Terje Rypdal), bis hin zu den OZRIC TENTACLES,YES und GENESIS. Das ist alles nicht verkehrt und die Genannten sind als Inspirationsquellen wahrnehmbar, doch fehlt eine Band, die dem Gruppensound weit näherkommt: BRAND X. Denn AETHER fühlen sich hörbar wohl im gewählten Umfeld zwischen atmosphärischer Fusion und verspieltem Progressiv Rock ohne Angst vor virtuosen Experimenten, gelegentlichem Krach und einer gehörigen Neigung zu wohl austarierter Entschleunigung.

Von der Klangkonstruktion sind Manfred Eichers ECM-Produktionen nicht fern, ebenso werden spacige Skulpturen erzeugt. Ohne komplett in die Welt der herumschwirrenden Blubberblasen á la OZRIC TENTACLES abzudriften. Dafür wird das Klavier zu prominent eingesetzt, und die Gitarreneinsätze sind in den heftigeren Passagen zu scharfkantig. Ist ein bisschen wie Rypdal trifft Zappa („Panta Rei“). Allzu atonal geht es dabei nicht zu, die vorhandenen Irritationen und Schrägheiten überlagern das stimmungsvolle, kontemplativ Schillernde nicht.

FAZIT: AETHER gelingt es auf „III“ verspielt leichtfüßige wie elegische Tracks mit verzwickteren Stücken zu mischen, ohne dass das musikalische Konstrukt zerfällt. Eine feine Gratwanderung zwischen mäandernden Ambient-Klängen, stylishem Noir-Jazz und fusionlastigem Progressive Rock. Musik die verträumt ist, aber nicht einlullt und auch in den ungestümen Passagen stets filigran bleibt.
Wer sie nicht kennt, sollte auch den beiden Vorgängern ein Ohr leihen, es lohnt sich.

Jochen König (Info) (Review 35x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Oort Cloud (6:21)
  • Vogon (4:51)
  • Cinq Teintes, Quatre Cadres (8:42)
  • La Me?lancolie Du Petit Prince (4:37)
  • Panta Rei (8:00)
  • Swerve (10:42)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • III (2026) - 12/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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