Partner
Services
Statistiken
Wir
Dream Theater: When Dream And Day Unite (Review)
Artist: | Dream Theater |
|
Album: | When Dream And Day Unite |
|
Medium: | CD | |
Stil: | Progressive Metal |
|
Label: | MCA Records | |
Spieldauer: | 51:30 | |
Erschienen: | 1989 | |
Website: | [Link] |
Was muß dieses Album damals für Begeisterungsstürme ausgelöst haben - im Metal zuvor nie gekannte Virtuosität und Dramatik, die das Debut der damals noch sehr jungen Band (schaut euch die Fotos mal an - es ist gut, das sich die Zeiten geändert haben) auch heute noch als Referenzalbum dastehen lassen. In den Alltime Rock Hard-Redaktionscharts rangiert es nach wie vor ganz oben.
Die vier Berklee-Studenten, damals noch mit dem wesentlich älteren Sänger Charlie Dominici, transportierten den Spirit von Bands wie Rush in den Metal Sound. Diese Richtung ist es auch, die hier unverfälschter als später zelebriert wird. Die Einflüsse aus etwa dem Jazz oder alten Deep Purple treten hier noch nicht auf. Vielmehr offeriert das Album uns das, was später zig Bands zu adaptieren versuchten, es aber nie so rüberbrachten wie DREAM THEATER: Bombastischer, vertrackter Metal mit Speed und guten Melodien - alles mit heftiger 80er Schlagseite (war ja in den Eighties auch normal und unverwerflich...)
Der Opener A Fortune In Lies macht sofort klar, dass dieser Band so schnell keiner etwas vormacht - Keyboard-/Gitarrenduelle, rasend schnelle Bassläufe und das powervolle Drumming von "Oktopus" Mike Portnoy. Charlie Dominicis Stimme passt dazu wie die Faust auf's Auge, sie ist insgesamt höher als die von James LaBrie (und für mich auch klar besser - letzterer klingt live wirklich schlecht - schaut mal "Five Years in a Livetime" und ihr habt den Beweis. Es ist bezeichnend, das die Jungs kaum noch etwas von diesem Album live darbieten), jedoch nicht minder gefühlvoll.
Status Seeker klingt dann nach 80er Hard Rock-mit wunderschönen Melodien und sehr eingängig. Der Ytse Jam zwingt danach zahlreiche Musiker zum Verkauf ihrer Instrumente, während das mehrteilige The Killing Hand erneut alle Facetten der Band abdeckt. Die zweite Hälfte des Albums ist nicht minder spektakulär, man gibt sich keine Blöße und haut speziell mit Afterlife oder The Ones Who Help To Set The Sun weitere Klassiker raus.
Ein wegweisendes Album, welches die späteren Glanztaten der Band erahnen ließ.
FAZIT: Eine Band der Superlative hat ihre erste Duftmarke hinterlassen, die im Gegensatz zu späteren Alben auch noch dem gewöhnlichen Metaller, den die Frickelei gar nicht interessiert, gefallen könnte. Alle anderen haben sie eh schon auf dem Altar stehen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- A Fortune In Lies
- Status Seeker
- Ytse Jam
- The Killing Hand
- Light Fuse And Get Away
- Afterlife
- The Ones Who Help To Set The Sun
- Only A Matter Of Time
- Bass - John Myung
- Gesang - Charlie Dominici
- Gitarre - John Petrucci
- Keys - Kevin Moore
- Schlagzeug - Mike Portnoy
- When Dream And Day Unite (1989)
- Awake (1994)
- A Change Of Seasons (1995)
- Once In A Lifetime (1998)
- Scenes From A Memory (1999)
- Six Degrees Of Inner Turbulence (2002) - 10/15 Punkten
- Train Of Thought (2003) - 11/15 Punkten
- Octavarium (2005) - 11/15 Punkten
- Score (DVD) (2006)
- Systematic Chaos (2007) - 12/15 Punkten
- Greatest Hit - And 21 Other Pretty Cool Songs (2008)
- Black Clouds And Silver Linings (2009) - 13/15 Punkten
- A Dramatic Turn Of Events (2011) - 12/15 Punkten
- Dream Theater (2013) - 12/15 Punkten
- Distance Over Time (2019) - 11/15 Punkten
- Distant Memories: Live in London (2020)
- A View from the Top of the World (2021) - 13/15 Punkten
Kommentare | |
joschi
gepostet am: 29.05.2010 |
Nachdem ich mir mit der Zeit alle Veröffentlichungen von Dream Theater zugelegt hatte, war nun auch When Dream and Day unite an der Reihe. Zusammengefasst lauteten die Kommentare zu diesem Album "Sensationelles Album", "Erben von Rush" und "schlechter Sound". Zum früheren Erwerb der CD hat mich das alberne Cover und der vorerwähnte schlechte Sound abgehalten.
Rückblickend betrachtet, sind die Kommentare hinsichtlich dem sensationellen Debut und dem schlechten Sound korrekt. Nur mit der Nachfolge von Rush hat es nicht gepasst. Die 3 Kanadier gibt es (zum Glück) noch immer und DT haben sich eher Richtung Prog-Metal entwickelt. Letztlich ist When Day and Dream unity ein gutes Album. Hierbei darf ich When Day an Dream reunite, den official Bootleg und Live-Version mit James LaBrie am Mikro empfehlen. Interessanter Vergleich, Live Sound und zudem mit Gast-Auftritt vom alten, eigentlichen Sänger auf dem Debüt |
Robert
gepostet am: 17.01.2018 User-Wertung: 15 Punkte |
Naja, das Album war für mich wohl der Einstieg in progressivere Musik, hatte im -für mich damals- neuen Rock Hard die Review gelesen, die etwas von Rush meets Yngwie Malmsteen versprach und sensationelle Reviews bekam...Durch DT bin ich auch auf Yes und Genesis gekommen, die von der Band als Einflüsse genannt wurden, konnte ich damals nicht glauben, kannte nur Invisible Touch und so...für mich singt Charlie Dominici auch besser als es der Brie im Anschluß tat und bis heute tut...leider sind die Alben tendenziell mit den Jahren für mich immer bedeutungsloser geworden, spätestens seit Portnoy weg ist, hat sich die Sache für mich erledigt... |
Rüdiger Glück
gepostet am: 23.10.2021 User-Wertung: 14 Punkte |
Vielleicht ist ja alles Geschmackssache. Aber diese Scheibe mit nachfolgenden Scheiben von DT zu vergleichen, wäre in etwa so, als würde man die Foxtrott mit der Invisible Touch von Genesis vergleichen. La Brie war nicht nur ein Sängerwechsel, es war schlichtweg danach eine andere Band. Das kann man sehr gut auf Status Seeker und auf Killing Hand hören, die man im Songwriting nie mehr erreicht hat. Auch der Bass spielte hier in einer ganz anderen Liga als in nachfolgenden Werken. Charlie Dominici hat eine viel wärmere Stimme als La Brie. Und genau dieser Gegensatz zur Musik hat bei mir ins Herz getroffen. Fans dieser Scheibe mögen nur einen kleinen Anteil an der großen Fangemeinde von DT haben, aber niemals wieder wird DT diese Klasse erreichen. Schade! |