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Leaves' Eyes: Njord (Review)

Artist:

Leaves' Eyes

Leaves' Eyes: Njord
Album:

Njord

Medium: CD
Stil:

Symphonic Gothic Metal

Label: Napalm Records
Spieldauer: 55:53
Erschienen: 28.08.2009
Website: [Link]

Wer es harsch und roh mag, hat sich wohl ganz offensichtlich verklickt?! An dieser Stelle geht es nämlich eher um opulenten elegischen Gothic Metal mit Frauengesang. Die Truppe um Frontfrau Liv und Ehemann Alex Krull präsentiert Ende August endlich ihren dritten Longplayer. „Njord“ - so der Name des knapp einstündigen Werkes – hat so seine Entstehungszeit benötigt, was man seiner Produktion aber durchaus anmerkt.

Das Album wartet erneut mit einer Mischung aus Bombast, Filigranität und einer Prise Pop auf. Bereits beim Opener 'Njord' wird soundmäßig ordentlich aufgefahren. Generell wurde aber auf großartiges Herumexperimentieren verzichtet, schließlich fährt die Band mit eben jener Mischung bisher doch sehr gut. Die insgesamt zwölf Tracks (vierzehn auf der limited Edition) widmen sich thematisch wieder den Reisen der Wikinger, dem Schicksal ihrer daheim gebliebenen Frauen und natürlich der nordischen Mythologie. Auch wenn es genau genommen nur zwei „echte“ Balladen ('Irish Rain' und 'Morgenland') gibt, steht Emotionalität auf der gesamten Scheibe im Vordergrund – und beschränkt sich eben nicht nur auf die eher stillen Stücke.

Dominierend ist natürlich vor allem die Sopran-Stimme von Liv Kristine Espenæs Krull. Sie ist neben ihrer Position als Texteschreiberin auch nachwievor Lead-Sängerin und das Aushängeschild von LEAVES' EYES. Als Kontrast dazu ist hin und wieder auch das raue Organ von Atrocity-Fronter Alex zu vernehmen – sehr offenkundig z.B. bei 'Ragnarok', eher unterschwellig-mysteriös bei 'Take The Devil In Me' oder 'Scarborough Fair'. Alles in allem eine gelungenes Werk ohne große Überraschungsmomente.

FAZIT: Die Musik von LEAVES' EYES ist nichts für Anhänger von Old-School-Garagen-Sound. „Njord“ klingt nach nächtelanger Studioarbeit, in denen an den vielen Details gründlich gebastelt und gefeilt wurde. Als Ergebnis liefern Liv und ihre Männer erwartungsgemäß qualitativ hochwertigen symphonischen Gothic-Metal, der von üppigen Arrangements und Liv Kristines beherrschender Stimme lebt.

Sabine Langner (Info) (Review 7144x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Njord
  • My Destiny
  • Emerald Island
  • Take The Devil In Me
  • Scarborough Fair
  • Through Our Veins
  • Irish Rain
  • Northbound
  • Ragnarok
  • Morgenland
  • The Holy Bond
  • Frøya's Theme

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Dark Lord
gepostet am: 09.08.2009

User-Wertung:
13 Punkte

Sehr schönes Album, und was ich auch sehr gut finde das hier auch diese Musik fair bewertet wird und nicht nur Hardcore Metal wie bei vielen anderen Webmagazinen!
Dr. O. [musikreviews.de]
gepostet am: 09.08.2009

Ich bin ein Mensch, der es roh und harsch mag, zumindest was Musik angeht. Die Beschreibung der Musik, die ich zugegebenermaßen nur von der myspace-Seite kenne, ist eigentlich sehr treffend, aber dieser Werbeoverkill mit alleine 15 Bannern dort und die völlig tote und überladene Produktion lassen die Scheibe für mich nur als ein weiteres seelenloses (und nahezu emotionsloses) Machwerk erscheinen, dessen vermeintliche Großartigkeit der Masse eingeprügelt werden soll... Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden ;-)
Sabine
gepostet am: 09.08.2009

Hm... Nichts für ungut... Natürlich ist Musik eine Frage des Geschmacks. Aber warum machst Du Dir die Mühe etwas zu kommentieren, das Dich nicht annähernd interessiert und dessen "Kommerzialisierung" Dir eh zuwider ist?
Andreas
gepostet am: 09.08.2009

Beherrschende Stimme? - Das ist lustig ... :-)
Dark Lord
gepostet am: 09.08.2009

Wobei der Vorwurf des Werbeoverkill ja nicht richtig ist, denn es wird gerade für die neuen CDs der härteren Gangart viel mehr geworben. Beispiele sind die neuen Alben von (SUICIDE SILENCE oder CALIBAN) vom Label Century Media Records.
Sabine
gepostet am: 10.08.2009

@Andreas
Was ist denn daran so lustig? Ich hätte auch "dominant" schreiben können ;-) Oder was würde Deiner Meinung nach passsen?
Andreas
gepostet am: 10.08.2009

Madame hat sich eine Karriere daraus gemacht, aus dem letzten Loch zu piepen, wie ich finde. Mir fallen eine Menge "dominantere" weibliche Stimmen ein.
Sabine
gepostet am: 10.08.2009

Kannst Du Dir vorstellen, dass "beherrschend" möglicherweise nicht zwangsläufig nur auf Lautstärke abzielt? Davon mal abgesehen, finde ich ihre Stimme mittlerweile gar nicht mehr so "piepsig"!.
Andreas
gepostet am: 10.08.2009

ich meine auch nicht piepsig, sondern uncharismatisch, beschränkt etc. - okay, sie hat sich tatsächlich ein wenig gebessert, aber wie gesagt: unzählige "dominantere" - in jeder Hinsicht.
Dark Lord
gepostet am: 10.08.2009

Hmm unzählige, mir fallen nur drei ( Tarja, Simone und Heidi) ein und davon finde ich nur zwei ( Tarja und Simone) besser!
Sau-Ron
gepostet am: 10.08.2009

User-Wertung:
2 Punkte

Liv bietet Unterdurchschnittliches (weil öde langweilig) in einem unterdurchschnittlichen Genre. Pagan, Gothic oder Mittelalter SIND per se dilettantisch; was hier geboten wird ist steriler, glattproduzierter Plastikkram, der morgen vergessen ist.

Und Paradise Lost sind KEIN Gothic.
Sabine
gepostet am: 10.08.2009

Sau-Ron - ich glaube, Du verwechselst konstruktive Kritik mit tiefster Intoleranz. Auf dieses Niveau mag ich mich nicht weiter herablassen. Wenn Dich die Musik nicht interessiert, spar Dir doch bitte einfach die Mühe, etwas derartiges zu posten...
Dark Lord
gepostet am: 10.08.2009

Sabine da ist eigentlich jede Antwort schon zu viel und leider ist bei solchen Leuten die Intoleranz nicht auf die Musik beschränkt!
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 10.08.2009

Wo von "dominanteren Stimmen" die Rede war - mir fällt hier noch MADDER MORTEMs Agnete M. Kirkevaag als Beispiel für außergewöhnlichen, intensiven Gesang ein. :-)
Henning [musikreviews.de]
gepostet am: 22.08.2009

@Nils:
Die wollte ich auch gerade erwähnen...
Selten so ein Prachtstimmchen gehört ;-)
Helge G.
gepostet am: 22.08.2009

User-Wertung:
5 Punkte

Naja, soooo unrecht hat der sauron ja nicht.. Warum soll man keine negativen Aspekte erwähnen dürfen? Die Cd ist doch wirklich peinlicher Mist; okay, es gibt welche, denen sowas gefällt, why not.. Stefanie hertel gefällt ja auch.. Dennoch, wird ein Klumpen Schrott besser, weil er gefällt?? Nö, oder?? Intolerant sind die, welche so reagieren wie ihr.
Sabine
gepostet am: 22.08.2009

Lieber Helge! Eigentlich wollte ich mich auf diese kritiklose Art von Diskussion nicht weiter einlassen. Es geht nicht darum, dass keine negativen Aspekte erwähnt werden dürfen - aber grundsätzlich zu behaupten, "Pagan, Gothic oder Mittelalter WÄREN per se dilettantisch" ist in meinen Augen keine kritische Betrachtung der CD, um die es hier geht. Was mich an solchen Kommentaren stört, ist dass hier zu großen Teilen nicht die Platte an sich kritisch diskutiert wird, sondern ein Musikstil bzw. Musikgeschmäcker, die hier aber nicht zur Debatte stehen sollten...
Helge G.
gepostet am: 24.08.2009

User-Wertung:
5 Punkte

Liebe Sabine,

das sind schon sehr schwache Genres; vergleich das mal mit Postrock oder Grenzgängern wie OPETH, CULT OF LUNA, MASTODON, ISIS, oder intelligentem Power Zeug wie WOLF, ENSIFERUM, EINHERJER, MOONSORROW etc... Die Genres sind zu sehr limitiert und noch ne Trällerelse, braucht die jemand? Aber gut, dir gefällts, singst bestimmt selber bei ORPHAN GYPSY oder LOREIAS DREAM oder SNOWWEDDING;-)
Sabine
gepostet am: 25.08.2009

Nein - ich singe in keiner Band. Und ob Du es glaubst oder nicht - Bands mit Female Vocals stehen nicht ganz oben auf meiner Favoritenliste. Es ist durchaus möglich, auch entgegen des eigenen Geschmacks etwas "gut" zu finden. Es wäre wünschenswert, wenn musikalische Horizonte auch über den "Tellerrand" hinaus gingen und man bereit wäre andere Genres zu akzeptieren - ob nun mit oder ohne Frauengesang! Damit möchte ich diese Diskussion gerne beenden.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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