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Deep Purple: Now What?! (Gold Edition) (Review)

Artist:

Deep Purple

Deep Purple: Now What?! (Gold Edition)
Album:

Now What?! (Gold Edition)

Medium: CD
Stil:

Hardrock

Label: earMusic / Edel
Spieldauer: 64:33
Erschienen: 29.11.2013
Website: [Link]

Um mehr oder weniger notwendige Live-Veröffentlichungen waren DEEP PURPLE nie verlegen, jetzt erscheint ihr erstes Studioalbum nach acht Jahren, das in diesem Sommer viel lobende Kritik einheimste, mit einem weiteren nicht eben notwendigen Live-Sampler als Bonus. Nicht dass sich das Flaggschiff noch in puncto Bühnenperformance beweisen müsste oder dass nicht jeder Halb-Fan mindestens eine Konzertplatte der Combo im Regal stehen hat, aber wie dem auch sei: Da auf diesen Seiten noch nichts zur "Now What?!" geschrieben wurde, holen wir dies gerne nach, zumal die Doppel-CD hübsch aufgemacht wurde und so zumindest etwas bietet für die Kohle.

Die sogenannten "The Now What?! Live Tapes" kommen mit einem zusätzlichen Booklet mit allerlei Infos, das ausgewählte Material aus dem Sommer 2013 ist nicht ausschließlich offensichtlicher Natur, und der eigentliche Hauptteil kann sich tatsächlich hören lassen. In diesem Haushalt rotiert "Now What?!" seit Erscheinen recht regelmäßig und ist nach anfänglicher Skepsis gewachsen: Nach Experimenten (insbesondere auf "Bananas") zur eigenen Standortbestimmung wirkt die von Bob Ezrin traditionell inszenierte Scheibe zunächst sogar behäbig, aber letztlich ergibt sich ein äußerst stimmiges und vor allem immer noch spannendes Bild.

Selbst das steife, wenn auch nett orientalisch anmutende "Weirdistan", das unauffällig schmatzende "Après Vous" und das allzu behäbige "All The Time In The World" stellen keine Ärgernisse dar. Der Rest besteht aus Treffern verschiedener Art. da wären einerseits "A Simple Song" - der Beginn ist quasi "Child In Time" für alte Männer - und das leutselige "Above And Beyond" neben dem schummrigen Prog-Blues "Blood From A Stone" als Vertreter gediegener Machart., und bietet "Hell To Pay" wenig mehr als gleichwohl bestechenden Classic Rock vom Programmatischsten, zeigen das bombastisch wie das völlig unkonventionell strukturierte "Uncommon Man" und das düstere "Out Of Hand", dass DEEP PURPLE weiterhin für Überraschungen gut sind.

"Vincent Price" dürfte der Song der Scheibe überhaupt sein, das swingende "Body Line" zeigt einem blendend aufgelegten Ian Paice, und der Honky Tonk "It'll Be Me" (fungiert als Bonustrack) gewinnt Gillan unverhofft dunkle Töne ab, die der grauen Eminenz trefflich stehen. Eine Stunde ohne Füllmaterial, mit Kraft und Niveau bei hörbarer Motivation bis in die Haarspitzen. Es wäre eine Schande, wenn die Band wieder so lange für ihr nächstes Album bräuchte oder gar endgültig abtritt, wie sie selbst immer wieder kolportiert.

FAZIT: Ein würdevolleres Alterswerk kann eine legendäre Band kaum abliefern. DEEP PURPLEs "Now What?!" muss man sich nicht schönhören, weil es nach so langer Zeit gekommen ist, und auch nicht in einer Sonder-Edition wie dieser kaufen. Wer es aber noch nicht getan hat, schiebt sich eben eine weitere Live-Platte der Gruppe in die Sammlung.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3908x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • A Simple Song
  • Weirdistan
  • Out Of Hand
  • Hell To Pay
  • Body Line
  • Above And Beyond
  • Blood From A Stone
  • Uncommon Man
  • Après Vous
  • All The Time In The World
  • Vincent Price
  • It'll Be Me
  • First Sign Of Madness
  • Strange Kind Of Woman
  • Hard Loving Man
  • Vincent Price
  • Contact Lost
  • All The Time in The World
  • No One Came
  • Bodyline
  • Perfect Strangers
  • Above And Beyond
  • Lazy
  • Black Night
  • Smoke On The Water

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Lapacho
gepostet am: 23.06.2015

User-Wertung:
14 Punkte

ich wollte mir dieses werk von d.p. eigentlich nicht mehr aufstülpen – liebe ich doch produktionen wie in rock, machine head, fireball. letzlich leibte ich mir die live in verona dvd ein und war fasziniert was die band noch für eine musikalische kraft ausstrahlt. so erstand ich mir doch noch die now what ??– und bin fasziniert!
die perfekte routine einer exkuisiten rentnercombo. klar hat sich das stimmvolumen gillans reduziert – aber ian besitzt immer noch mächtige gesangsleistung. glover und paice mit grundsoliden rhythmen -don airey und steve morse sind endlich in band! morse der die kreativiät blackmores mit seiner ausgefeilten technik wettmacht.
eine motivierte band, ein album ohne füllmaterial – das abschiedswerk von d.p.? ….dann nur ein riesiges dankeschön
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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