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W.E.T.: Earthrage (Review)

Artist:

W.E.T.

W.E.T.: Earthrage
Album:

Earthrage

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Hardrock

Label: Frontiers Music Srl.
Spieldauer: 43:20
Erschienen: 23.03.2018
Website: [Link]

Erik Mårtensson ist ein vielbeschäftigter Mann. Erst im letzten Monat erschien das zweite Ammunition-Album, auf dem er Gitarre spielt, Backing Vocals abliefert und sich das Songwriting mit Åge Sten Nilsen teilt. Nebenbei bringt er mit seiner Hauptband ECLIPSE in schöner Regelmäßigkeit Alben erster Güte heraus, geht mit diesem Material auf Tour und ist im Moment mit AMMUNITION unterwegs. Arbeiten als Produzent für unzählige weitere Projekte runden sein Portfolio ab.

Hier also ist der Grund zu suchen, warum der neue W.E.T. - Longplayer etwas länger auf sich warten ließ und immerhin ist es nun auch schon wieder neun Jahre her, seit das Debütalbum mit dem schlichten Titel „W.E.T.“ die Rockszene um ein Juwel bereicherte, das bis heute Maßstäbe im Bereich des Melodic Hardrock setzt. Auch durfte man gespannt sein, ob es der Band gelingen würde, trotz der Dauerbelastung ihres kreativsten Kopfes, das hohe Niveau der beiden Vorgängeralben zu halten.

Das Akronym W.E.T. steht übrigens für die Hauptbands der jeweiligen, an diesem Projekt beteiligten Musiker, das „W“ für Robert Sälls WORK OF ART, das „E“ für Erik Mårtenssons ECLIPSE, das „T“ für TALISMAN, dem wohl wichtigsten Meilenstein in der Karriere Jeff Scott Sotos. Mit von der Partie sind Magnus Henriksson (Gitarre) und Robban Bäck (Schlagzeug).

„Watch The Fire“, die erste Singleauskopplung, startet das Album in bewährter Manier mit stakkatoartig geachtelten Powerchords der gedoppelten Gitarren und ist ein Titel, der eindeutig die Handschrift Mårtenssons trägt, der sich hier auch den Gesang mit Jeff Scott Soto teilt, was den Chorus besonders kraftvoll erstrahlen lässt.

Bei „Burn“ geht es dann nach einem typischen WORK OF ART Keyboard Intro etwas härter zur Sache, wobei Schlagzeuger Robban Bäck nach einem fulminanten Gitarrensolo Magnus Henrikssons sogar die Doublebass auspacken darf.

„Kings On Thunder Road“ setzt die hohe Qualität der Songs ohne Abstriche fort, wobei auch hier die Mischung zwischen härteren Anteilen im Chorus und sanften Passagen in der Strophe perfekt ausbalanciert ist. Der gedoppelte Leadgesang klingt phänomenal und beweist einmal mehr, dass hier Profis ihrem Job nachgehen, die keine Profilneurosen erkennen lassen.

Mit „Elegantly Wasted“ folgt dann die erste Midtempo-Nummer, die komplett Jeff Scott Soto gehört, dessen rauchige Stimme den Song in Sphären katapultiert, in denen mediokre Darbietungen tabu sind.

Im Mittelteil der Scheibe zieht das Tempo mit „Urgent“, „Dangerous“ und „Calling Out Your Name“ wieder kräftig an und man wird einfach das Gefühl nicht los, dass die Jungs aus einem schier unerschöpflichen Brunnen musikalischer Genialität schöpfen können, denn was dann folgt ist mit „Heart Is On The Line“ die einzige Ballade auf „Earthrage“, der allerdings das Attribut „Power“ zuerkannt werden kann und die für ein weiteres Highlight dieses herausragenden Albums sorgt.

Zum Abschluss wird’s dann noch einmal rockig und „The Neverending Retraceable Dream“ beschließt ein Album, das keine Wünsche offen lässt, außer vielleicht dem, die Repeatfunktion des Players auf Dauerschleife zu stellen.

Als FAZIT bleibt mir nur noch zu sagen, dass W.E.T. mit ihrem dritten Studioalbum „Earthrage“ wieder einen großen Wurf gelandet haben. Die Qualität des Songmaterials ist insgesamt sogar noch konsistenter als zuvor, die Produktion weitaus knackiger, die Tracks rockiger und Liebhaber des Genres sollten sich eine Kopie ins Regal stellen, denn - und da bin ich mir sicher, diese Scheibe wird über kurz oder lang Kultstatus haben.

Stefan Haarmann - Stellvertretender Chefredakteur (Info) (Review 2750x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Watch The Fire
  • Burn
  • Kings On Thunder Road
  • Elegantly Wasted
  • Urgent
  • Dangerous
  • Calling Out Your Name
  • Heart Is On The Line
  • I Don’t Wanna Play That Game
  • The Burning Pain Of Love
  • The Neverending Retraceable Dream

Besetzung:

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