Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Allison Moorer: Blood (Review)

Artist:

Allison Moorer

Allison Moorer: Blood
Album:

Blood

Medium: CD/Download
Stil:

Americana

Label: Autotelic / Thirty Tigers
Spieldauer: 36:05
Erschienen: 25.10.2019
Website: [Link]

Mit dem Dramatisches erahnen lassenden Titel "Blood" deutet ALLISON MOORER an, wie sie sich musikalisch selbst wahrnimmt - auf große Gesten ausgerichtet und den Menschen in seinem Wesen allgemein betreffende Fragen ansprechend. Das erste Soloalbum der für mehrere Preise der Film- und Musikbranche vorgeschlagene Singer-Songwriterin drückt sämtliche emotionale Knöpfe, auf deren Betätigung Americana-Fans reagieren, und gewinnt auch dadurch an Eindringlichkeit, dass es die Veröffentlichung der gleichnamigen Autobiografie seiner Schöpferin flankiert.

Es handelt sich also quasi um Begleitmusik zur Literatur, wobei man "Blood" tatsächlich auch während des Lesens hören könnte, auch wenn einem im Zuge dessen ein großer Teil der Gefühlstiefe entginge, die den Liedern innewohnt. Während die Memoiren die turbulente Jugend der Schwester von Shelby Lynne in Alabama und den tragischen Tod ihrer der Eltern der beiden Revue passieren lassen, machen die einzelnen Kompositionen das aufwühlende Narrativ umso intensiver. Unterdessen versteht sich Moorer in erster Linie auf elegische Stücke, die nur sehr selten von kraftvolleren Tracks wie dem hypnotischen 'The Rock and the Hill' (die Nummer rockt wirklich) oder 'All I Wanted (Thanks Anyway)' aufgelockert werden.

Somit ist "Blood" im Großen und Ganzen ein recht kompaktes Stück Weißbrot-Gospel, dessen Inszenierung zum Ende hin immer minimalistischer zu werden scheint. 'Set My Soul Free' und 'The Ties That Bind' etwa sind ganz traditionelle, sparsam arrangierte Singer-Songwriter-Erzählungen, die im besten Sinn wie Momentaufnahmen anmuten. Gerade hier muss man das Buch, falls man es vor den Lautsprechern liest, schließlich doch zur Seite legen, um aufmerksam zu lauschen …

FAZIT: Mit "Blood" zeichnet Alison Moorer ein intimes Sittenbild von dysfunktionalen Haushalten, derer es in den ach so idyllischen Südstaaten der USA ebenso viele gibt wie andernorts auf der Welt und vor allem dort, wo sich die Menschen bemühen, den schönen Schein ihrer Existenz nach außen hin aufrechtzuerhalten.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 568x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Bad Weather
  • Cold Cold Earth
  • Nightlight
  • The Rock and the Hill
  • I'm the One to Blame
  • Set My Soul Free
  • The Ties That Bind
  • All I wanted (Thanks Anyway)
  • Blood
  • Heal

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Blood (2019) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Tage hat eine Woche?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!