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Lucifer: IV (Review)

Artist:

Lucifer

Lucifer: IV
Album:

IV

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Classic Rock / Doom Metal

Label: Cent
Spieldauer: 45:46
Erschienen: 29.10.2021
Website: [Link]

Eine unheilvolle Grundstimmung, die man von sämtlichen LUCIFER-Veröffentlichungen her kennt, durchzieht auch die vierte LP der erfolgreichen Doom-RockerInnen: "IV" ist sicherlich nicht ihr Pendant zum identisch betitelten Album-Weltkulturerbe von Led Zeppelin, aber dafür eine weitere subtile Variation altbewährter Formeln, wenn es um "vintage", female-fronted", "okkult" und andere geläufige Szene-Stichworte geht.

Viele eigentlich bis zur Glitschigkeit abgegriffene Genre-Tropen, die sich bereits in einigen klischeehaften Songtiteln anbahnen, bevölkern dann auch die eigentlichen Texte, doch Sadonis und Co. schaffen es immer wieder irgendwie, dieselben alten Teufeleien frisch aufzubereiten. Das bewusst oder nicht auf Zeitlosigkeit getrimmte Songwriting der Band mag ein Grund darür sein. In jedem Fall verlaufen die Stücke recht geradlinig, nachdem die Grundvoraussetzungen für ihr Gelingen (Melodie, Riff) geschaffen wurden.

Im Gegenzug gehören das laszive ´Wild Hearses´ und die schöne Ballade ´Orion´ mit psychedelischem Gewaber zu jenen Kompositionen der in Stockholm angesiedelten Combo, die kein bisschen kalkuliert wirken. Nicht dass man LUCIFER grundsätzlich eine berechnende Art vorwerfen müsste, doch natürlich kokettieren sie mit dem Erbe, das sie quasi verwalten, wenn etwa die Stimmführung in ´Archangel Of Death´ an die von Bobby Liebling im Pentagram-Klassiker ´Be Forewarned´ gemahnt oder die melancholischen Antreiber ´Bring Me His Head´ und ´Phobos´ (hier gehen seine alten Hellacopters mit Gitarrist Nicke durch) Proto-Metal wie aus dem Lehrbuch bieten.

Die lakonischen Nummern ´Louise´ und ´Mausoleum´ (mit sakraler Kirchenorgel) sind wiederum im besten Sinn unauffällig, der leicht Blue Öyster Cult-ige Ohrenschleifer ´Crucifix (I Burn For You)´ und der mit harmonischem Chor im Refrain in eine ähnliche Richtung tendierende Schlepper ´Cold As A Tombstone´ machen hingegen das Salz in der Suppe aus.

FAZIT: Schlichtweg guter bis sehr guter klassischer Hardrock mit "evil" Note nach gängigen Mustern, aber spannend genug inszeniert und einmal mehr mit einer strahlenden Frauenstimme als Hauptanziehungspunkt - LUCIFER werden in diesem Leben nicht mehr innovativ, doch der Spaß an dem, was sie tun, bleibt unleugbar.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 714x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Archangel Of Death
  • Wild Hearses
  • Crucifix (I Burn For You)
  • Bring Me His Head
  • Mausoleum
  • The Funeral Pyre
  • Cold As A Tombstone
  • Louise
  • Nightmare
  • Orion
  • Phobos

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • I (2015) - 9/15 Punkten
  • III (2020) - 11/15 Punkten
  • IV (2021) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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