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Omnium Gatherum: Origin (Review)

Artist:

Omnium Gatherum

Omnium Gatherum: Origin
Album:

Origin

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 49:47
Erschienen: 05.11.2021
Website: [Link]

Für Überraschungen sind OMNIUM GATHERUM in jüngerer Zeit nicht unbedingt gut gewesen. Die Finnen haben sich als sichere Bank in Sachen Melodic Death Metal mit leicht progressiver Schlagseite bewährt und keine nennenswerten Stilbrüche begangen; einen solchen erlauben sie sich zwar auch mit "Origin" nicht, aber die Scheibe verblüfft nach 25 Jahren wegen ihres geradezu verboten hohen Pop-Appeals.

Der Umstand, dass Frontmann Jukka Pelkonen mehr Freiräume denn je für seine Growls erhält (´Prime´), deutet schon darauf hin, wie gut die Band die Produktionsprinzipien diverser AOR-Heroen der 1980er (von Journey über Boston bis hin zu Survivor) verinnerlicht zu haben scheinen. Nahezu alles auf "Origin" kreist um die Vocals, weshalb auch wirklich Sinn ergibt, die Platte mit einem todesmetallischen Pendant zu Def Leppards Über-Klassiker "Hysteria" zu vergleichen, wie es die Musiker selbst tun.

Im Kern ändert sich aber wie gesagt nichts im Hause OMNIUM GATHERUM. So gesehen wäre es gar nicht so abwegig, die Band heuer als Zwitter von Soilwork (´Tempest´, die schnellste Nummer) mit The Night Flight Orchestra (´Reckoning´, der Leisetreter - relativ gesehen) einzustufen. Davon losgelöst ist "Origin" ein Füllhorn echter Hits, für die das Quintett seine Ansprüche aber kein bisschen heruntergeschraubt hat.

Gitarrist und Mitbegründer Markus Vanhala adelt sich mit Spitzenkompositionen wie dem dezent an neuere Amorphis gemahnenden ´Paragon´, dem semi-artrockigen ´Fortitude´ und dem neunminütigen Vollfett-Prog ´Solemn´ selbst, wobei OMNIUM GATHERUM den schon starken Vorgänger "The Burning Cold" (2018) scheinbar mühelos überbieten. Treffender ist die augenzwinkernd gemeinte Selbstbezeichnung der Band - AORDM für "adult oriented death metal" – jedenfalls nie gewesen.

FAZIT: OMNIUM GATHERUNG befinden sich nach 25 Jahren am Zenit ihres Schaffens, und was nach dieser Chart-tauglichen, aber dennoch höchst ambitionierten Melo-Death-Ausnahmeerscheinung noch kommen soll, kann und will man sich momentan gar nicht ausmalen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2332x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Emergence
  • Prime
  • Paragon
  • Reckoning
  • Fortitude
  • Friction
  • Tempest
  • Unity
  • Solemn

Besetzung:

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