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Robin Trower: The Playful Heart (2011) 2019-Vinyl-Remaster (Review)

Artist:

Robin Trower

Robin Trower: The Playful Heart (2011) 2019-Vinyl-Remaster
Album:

The Playful Heart (2011) 2019-Vinyl-Remaster

Medium: Do-LP/Remaster
Stil:

Blues und Balladen

Label: Repertoire Records
Spieldauer: 57:00
Erschienen: 27.11.2020
Website: [Link]

Mit „The Playful Heart“, einer liebevoll gestalteten Doppel-LP des ehemaligen PROCOL HARUM-Gitarristen ROBIN TROWER, der sich auf Solo-Pfaden ganz dem Blues verschreibt, endet vorerst die Trower-Vinyl-Offensive von Repertoire Records mit sehr gut remasterten Alben des begnadeten Gitarreros und zugleich guten Sängers. Dieses Mal also 11 größtenteils ruhige Blues-Songs aus dem Jahr 2011, die von Livingstone Brown produziert und in den Abbey Road Studios für Vinyl remastert worden. Dazu gibt es einen LP-großen Einleger, allerdings ohne irgendwelche Linernotes, an die man sich eigentlich bei den Veröffentlichungen von Repertoire Records langsam gewöhnt hatte. Gibt's etwa zu dieser Trower-Doppel-LP nicht viel zu sagen?
Aber nicht doch.
Auch „The Playful Heart“ schließt wieder locker den Kreis zwischen gutem, manchmal, aber wirklich nur manchmal, härterem Blues und schwebenden, flirrenden Balladen. Dieses Mal aber nicht nur, wie bei dem zwei Jahre vorher erschienenem „What Lies Beneath“, ausschließlich von Trower, sondern zur Hälfte auch von DAVEY PATTISON gesungen.

Trotz der offensichtlichen Unterschiede im gesanglichen Bereich ist „The Playful Heart“ stimmungsmäßig und atmosphärisch deutlich an den „What Lies Beneath“-Vorgänger aus dem Jahr 2009 angelehnt. Blues voller Gefühl und einem Hang, traurige Geschichten zu erzählen.

Textlich dreht sich das Werk – mal wieder typisch altersgerecht, aber nicht altersgebrechlich – um das Leben mit seinen Licht- und Schattenseiten und, wie es bereits der Titel ankündigt, die Liebe sowie den Wert dahinter, den man, umso älter man wird, noch viel mehr zu schätzen lernt. Sehr intim gehalten, diesmal gänzlich ohne offensichtliche Hendrix-Schlagseite, dafür vielmehr im bluesigen Singer/Songwriter-Umfeld angesiedelt.

Einer der längsten Songs, das die LP-A-Seite abschließende „The Turning“ verbreitet unverkennbar eine SANTANA-Aura, welche sicher auch den guten Carlos begeistern wird.
„Camille“ dagegen schlägt, die letzte LP-Seite eröffnend, gleich zarte Jazz-Töne an.
Der letzte Song von „The Playful Heart“, das fast achtminütige „And We Shall Call It Love“ mit SANTANA-Schlagseite, ist ein schwer emotionales Liebeslied, das zugleich nach einer Erklärung dafür sucht, was man wohl unter der wahren Liebe versteht und einen ruhig-emotionalen Schlusspunkt unter dieses gefühlvoll-leidenschaftliche Album der großen Worte und insgesamt leiseren Klänge setzt.

In seinem Spätwerk jedenfalls verabschiedet sich Trower mehr und mehr von den härter rockenden, oft Hendrix-affinen Sounds seiner 70er-Jahre-Alben und begibt sich verstärkt an die Seite von Mister „Slowhand“ Clapton oder Carlos Santana – eine Seite, die dem bereits 75jährigen Gitarristen bestens zu Gesicht steht.

FAZIT: Auf „The Playful Heart (2011) 2019-Vinyl-Remaster“ von ROBIN TROWER begeistert nicht nur die Musik, sondern auch der Sound, welcher in den Abbey Road Studios erstmals für 180g-Vinyl gemastert wurde und den oftmals melodramatischen Songs einen sehr warmen, voluminösen Klang verleiht sowie dabei jedes einzelne Instrument voll zur Geltung bringt. Retro pur – so wünscht man sich alles, was aus dem PROCOL HARUM-Umfeld kommt. Ein Wunsch, der nach „What Lies Beneath“ mit dieser durch Repertoire Records initiierten Vinyl-Ausgabe von „The Playful Heart (2011) 2019-Vinyl-Remaster“ erneut in Erfüllung geht.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 840x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Seite A (15:24):
  • The Playful Heart (4:03)
  • Don't Look Back (5:01)
  • The Turning (6:20)
  • Seite B (13:33):
  • Dressed In Gold (3:36)
  • Find Me (6:18)
  • Songs For Those Who Fell (3:39)
  • Seite C (12:25):
  • Maybe I Can Be A Friend (6:16)
  • Prince Of Shattered Dreams (6:09)
  • Seite D (15:38):
  • Camille (4:31)
  • Not Inside – Outside (3:23)
  • And We Shall Call It Love (7:44)

Besetzung:

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