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Gaswar: Girl Vanishes on Way To Jive Club (Review)

Artist:

Gaswar

Gaswar: Girl Vanishes on Way To Jive Club
Album:

Girl Vanishes on Way To Jive Club

Medium: LP/Download
Stil:

Noise-Rock

Label: Rock Is Hell Records
Spieldauer: 29:43
Erschienen: 08.12.2023
Website: [Link]

Die Intentionen zu dieser Debüt-LP von GASWAR liegen laut Aussage der Band bereits zwanzig Jahre zurück. Die drei Herren aus Minnesota, namentlich Kevin Rutmanis (COWS, MELVINS, HEPA/TITUS, TOMAHAWK), Apollo Liftoff (aka Paul Erickson, HAMMERHEAD) und Jeff Mooridian, Jr. (HAMMERHEAD, VAZ) haben sich auf „Girl Vanishes on Way To Jive Club“ einer schrägen Noise-Rock-Version verschrieben, die sich irgendwo zwischen vertontem Suff und kreativem Experiment verorten lässt.
Dem Genre entsprechend stellt sich vielfach die Frage, ob das jetzt noch Musik oder schon Krach ist, bzw. ob die Kompositionen wirklich bei nüchternem Geisteszustand entstanden sind. Denn repetitive Krach-Orgien wie „Lion“ wirken wie die Vertonung eines Trips der ungesunden Art, mischen dabei krude Zirkusmelodien mit punkiger Attitüde und können einem bei nüchterner Begutachtung zügig auf die Nerven gehen.

Dieser Charakter zieht sich als einendes Element durch sämtliche Songs dieses Albums und spiegelt sich auch in Songtiteln wie „Father Complex and the Solution of the Rat Idea“ wider. Gerade dieser Schluss-Song hat im Grunde wenig mit Musik zu tun, sondern klingt vielmehr nach dem Soundbrei eines Videospiels oder den Soundeffekten zu einem Sci-Fi-Trash-Film.
Allerdings ist in dieser Krach-Collage doch immer eine Art übergeordnete Vision erkennbar. Denn so wahl- bzw. ziellos manche Kompositionen dahinmäandern, am Ende ergibt sich doch ein einigermaßen schlüssiges Gesamtbild. Das fällt zwar eher krakelig und verschmiert aus, aber unter diesem vordergründigen Heckmeck schlummert eine gewisse Ästhetik, die zumindest etwas Interesse weckt.

FAZIT: GASWAR wollen erarbeitet werden, denn „Girl Vanishes on Way To Jive Club“ ist vordergründig nicht sonderlich mehr als Krach. Mit Geduld und weit offenem Ohr entwickelt die Musik allerdings einen interessanten Charakter zwischen kreativer Freigeistigkeit und einem gewissen Punk-Flair. Das klingt mit Sicherheit nicht immer schön, soll es wohl auch gar nicht. Da es allerdings einige Ecken und Kanten hat, bleibt eine gewisse Spannung erhalten.

Dominik Maier (Info) (Review 1006x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Side A:
  • Get Down Moses
  • Memories of Steam
  • Lion
  • Terrible Day to have Eyes
  • Side B:
  • Debra had never Felt so Dirty in her Life
  • Midnight at the Bush Foundation
  • Mom + Dad + Father
  • Father Complex and the Solution of the Rat Idea

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 02.01.2024

User-Wertung:
12 Punkte

Das Fazit passt so überhaupt nicht zum restlichen Text und die Bewertung somit ebenfalls nicht.
Leider ist das nicht das erste Genrewerk, bei dem dieser Redakteur ziemlich daneben greift und eine für Genrefans wie mich gute Scheibe abwertet. Vielleicht sollte er einfach die Finger davon lassen. Ihr müsst doch einen Schreiberling haben, der mehr Ahnung von Noise Rock hat? Ich weiß, kein leichtes Genre, aber gerade hier ist Kompetenz besonders wichtig. Death/Black/Thrash kann fast jeder Metalhead rezensieren. An z.B. "echten" Prog lasst ihr auch nicht jeden ran, da liefert ihr deswegen sehr lesbare Rezensionen ab.
Dominik kann andere Genres deutlich besser. Für mich ist ein schlecht bewertetes Genrealbum von ihm natürlich eine Hörempfehlung, falls ich die Scheibe nicht sowieso schon kennen sollte.
Mirko
gepostet am: 03.01.2024

Nachtrag:
Mir fällt auf, dass hier die Nutzung der Kommentarfunktion gegen Null geht. Auf der Seite der Gäste wie auch der Redaktion in Bezug auf Interaktion mit den Gästen. Letzteres geht übrigens gar nicht. Vielleicht gleich einstampfen? Dann kommt man auch erst gar nicht auf die Idee, dass hier Interesse an der Funktion besteht.
Und das ihr immer noch auf die Faschistenplattform Twitter verlinkt, WTF?
Wie auch immer, wird hier wahrscheinlich eh alles ins Leere laufen, wie eine ganze Reihe weiterer Kommentare der letzten 2 Jahre von mir und anderen ebenfalls. Wirkt mittlerweile wie eine persönliche Spielewiese der Redaktion, die sich nicht weiter entwickeln möchte und auch keine Kritik wünscht.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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