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Opeth: The Roundhouse Tapes (Review)

Artist:

Opeth

Opeth: The Roundhouse Tapes
Album:

The Roundhouse Tapes

Medium: CD
Stil:

Prog Metal / Death Metal

Label: Peaceville
Spieldauer: 96:12
Erschienen: 05.11.2007
Website: [Link]

OPETH sind ein Phänomen. Keine andere Band unserer Zeit schafft es, so erfolgreich Extrem-Metal mit genauso extrem düsteren Progrock zu verschmelzen – und dies alles völlig homogen, selbstbewusst und stimmig darzubringen.

The Roundhouse Tapes“, die erste Live-Doppel-CD der schwedischen Band um Frontmann Mikael Akerfeldt, ist während der „Ghost Reveries Tour“ aufgenommen worden. Ein ganzer, zusammenhängeder Gig, mit vielen enthusiastischen Fans und einer sehr gut gelaunten Band, die aus jedem Album einen Song präsentieren.

Was soll ich sagen? Ich muss fast aufpassen, nicht völlig aus dem Häuschen zu geraten und alles subjektiv zu bewerten. Doch selbst wenn ich die kritische Rezensenten-Brille aufsetze, kann ich keine Makel entdecken.

Der Sound ist absolut glasklar, die Gitarren donnern, man kann sogar das etwas leise Keyboard stets gut heraushören, die Band spielt äußerst dynamisch und die Stimmung ist klasse. Unter anderem zeigt der Neuzugang Martin Axenrot an den Drums sein ganzes Können und schafft es teilweise sogar seinen Vorgänger Lopez – rein spieltechnisch – in den Schatten zu stellen.
Mikael lockert das teilweise schmerzhaft düstere Material mit seinen supercoolen Zwischenkommentaren auf und zeigt den Hörern, dass sie auch „nur“ eine Rockband sind, die unterhalten wollen. „Nur“ eine Rockband?!

Das ist fast schon maßlos untertrieben, denn solch dunkle Perlen wie „Ghost of Perdition“, das hochemotionale „Bleak“, „The Night and the Silent Water“ und das alles in den Boden rammende „Blackwater Park“ können nur aus der Unterwelt stammen, wo der Seelenfluss Styx sich seine Wege bahnt. Und man hört ebenso gut heraus, dass sich die Fans gerne mitreißen lassen, man hört sie bei „Blackwater Park“ regelrecht headbangen, sie jubeln nach jedem Gitarrensolo und applaudieren sogar nach den folkigen, ruhigeren Parts.

Das Beste an diesem meisterhaften Live-Dokument ist die Tatsache, dass man hier einen sehr guten Einstieg in die Welt von OPETH findet. Uralte Klassiker wie „Under the Weeping Moon“ oder aktuellere Stücke wie „Windowpane“ vermitteln ein recht gutes Gesamtbild über den Sound und die Musik der „Stadt des Mondes“. So sind die „Roundhouse Tapes“ nicht nur für Einsteiger, sondern auch für alte Fans geeignet, die schon immer die fast in Vergessenheit geratenen Blackmetal-Perlen Live erleben wollten.

FAZIT: Perfekter Einstieg in die Welt von OPETH, dank der zahlreichen alten Klassiker auch für alte Fans geeignet. Wer allerdings lieber auf die ruhigere Seite von Akerfeldt&Co steht, sollte lieber erstmal reinhören.

Benjamin Feiner (Info) (Review 3653x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • CD 1
  • 1.When
  • 2.Ghost of Perdition
  • 3.Under the Weeping Moon
  • 4.Bleak
  • 5.Face of Melinda
  • 6.The Night and the Silent water
  • -
  • CD 2
  • 1.Windowpane
  • 2.Blackwater Park
  • 3.Demon of the Fall

Besetzung:

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