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Psychotic Waltz: A Social Grace (Review)

Artist:

Psychotic Waltz

Psychotic Waltz: A Social Grace
Album:

A Social Grace

Medium: CD
Stil:

Prog Metal / Thrash Metal

Label: Rising Sun Productions
Spieldauer: 64:50
Erschienen: 26.11.1990
Website: [Link]

Die Welt kann so ungerecht sein. 1996 segnete eine der besten und berüchtigsten Prog-Metal-Bands, PSYCHOTIC WALTZ, das Zeitliche. Bandinterne Probleme und Streitigkeiten mit der Plattenfirma waren letzten Endes für den Untergang dieser absolut einmaligen und genialen Band verantwortlich.

Drehen wir aber die Uhr nochmal ein Stück zurück, bis ins Jahr 1990. Der Death Metal boomt, die ersten Grungebands feiern bereits Erfolge und Prog Metal etabliert sich langsam aber sicher in der Headbangerfraktion. Und mittenrein platzten fünf junge Kalifornier, die durch ihre faszinierende, neuartige Auffassung des Prog Metal eine Furore in Szenenkreisen auslösten.

Was die Mannen um Sanges- und Querflötenmeister Buddy Lackey auf dieser Scheibe ablieferten, spottet jeder Beschreibung. Irgendwo in der Schnittmenge zwischen SANCTUARY, WATCHTOWER und JETHRO TULL, mit einem Schuss Psychedelica, jeder Menge doppelläufiger Klampfenarbeit und der Fähigkeit, „Hirn und Herz“ mit „ordentlich was auf die Fresse“ zu verbinden, prägten PSYCHOTIC WALTZ bis hin zu ihrem letzten Geniestreich „Bleeding“ im Jahre ´96.

A Social Grace“ gilt gemeinhin unter Fans als das erste ihrer beiden Meisterwerke und kann mit jedem dieser dreizehn verdammten Songs – mit jedem ! – auf ganzer Linie begeistern.

Von heftigsten, kompakten Riffgewittern, welche wohl diversen Thrash-Kombos entliehen wurden, bis hin zu sanften Folkeinsprengseln und Synthie-Experimenten findet der geneigte Prog-/Metalfreak alles, was das Herz begehrt. Mit meisterhaften Perlen wie „Another Prophet Song“, dem balladesken „I Remember“, dem hochemotionalen „A PSYCHOTIC WALTZ“ und dem alles in den Boden rammenden „Spiral Tower“ dringen PSYCHOTIC WALTZ tief in die Herzen der Musikfreunde ein und hinterlassen dort auf ewig ihre Spuren. Und am Ende werden selbst die Hartgesottensten von Buddy Lackeys charismatischen Gesang und poetisch-philosophischen Texten zum Flennen gebracht.

Einziger Wermutstropfen: Die Low-Budget-Produktion von „A Social Grace“ lässt leider Gottes viele der besonders arschgeilen Riffs und Soli dünn und klapprig wirken, was glücklicherweise mit der Wiederveröffentlichung auf Metal Blade etwas ausgebügelt wurde. Wer also bis jetzt vergeblich nach den bereits rar gewordenen Originalausgaben von „A Social Grace“ gesucht hat, hat jetzt nochmal die Chance bekommen, alle (!) vier Klassiker der Band in Doppel-Box-Sets zu ersteigern. Das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen… !

FAZIT: Vergesst DREAM THEATER! Vergesst FATES WARNING! Vergesst den ganzen Rest, was sich da auch immer Prog Metal schreien mag! PSYCHOTIC WALTZ sind der wahre Alptraum. „A Social Grace“ wird auch noch 18 Jahre nach seinem Erscheinen jedem Hörer schlaflose Nächte bereiten…

Benjamin Feiner (Info) (Review 8649x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • … And the Devil cried
  • Halo of Thorns
  • Another Prophet Song
  • Successor
  • In this Place
  • I Remember
  • Sleeping Dogs
  • I of the Storm
  • A Psychotic Waltz
  • Only in a Dream
  • Spiral Tower
  • Strange
  • Nothing

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Kassi
gepostet am: 16.11.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Super !!!
Peter Schulz
gepostet am: 18.07.2010

User-Wertung:
10 Punkte

Große Zustimmung!!
Nur warum soll ich Fates Warning oder Dream Theater vergessen......?????
Kenner der Szene
gepostet am: 03.08.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Solche Vergleiche sind von Rezensenten gern verwendete, allerdings wie in diesem Fall oft der Plausibilität zum Opfer fallende Stilmittel. Zweck ist es, den außergewöhnlichen Charakter des jeweiligen Gegenstands noch deutlicher hervorzuheben. Natürlich darfst du auch weiter ohne schlechtes Gewissen "Systematic chaos" oder "The spectre within", um nur mal zwei Meisterwerke zu nennen, hören.
Unkenner der Szene
gepostet am: 17.01.2011

Systematic Chaos ist natürlich kein Meisterwerk, aber solche Vergleiche von Lesern basieren meist auf großer Leidenschaft zu den Bands und sollen den besonderen Charakter eines Albums herausstellen, auch wenn er nicht gegeben ist. Psychotic Waltz machen etwas völlig anderes als Fates Warning und Dream Theater, ein Vergleich schliesst sich eigentlich aus. Dennoch gehört alles in den Rahmen "Progressive Metal" und deshalb sind diese Vergleiche unvermeidlich. Ich glaube der Kritiker wollte mit seinem Vergleich ausdrücken, dass Psychotic Waltz besser als Dream Theater und Fates Warning sind. Das stimmt natürlich.
Thomas
gepostet am: 13.05.2011

User-Wertung:
5 Punkte

Viel Hype um wenig Inhalt
Ich war von den Jungs total enttäuscht; viel zu viel Trash; ein Vergleich mit Dream Theater oder Fates Warning mutet sehr seltsam an.
Ich war froh, dass mir jemand diesen Fehlkauf wieder abgekauft hatte.
Andreas
gepostet am: 13.05.2011

Ach, die Kinder ohne rechte Ahnung müssen jetzt auch schon die Schnäbel aufreißen?
Kenner der Szene
gepostet am: 13.05.2011

wohl einer von diesen Amazon-Dilettanten, Trashpeople halt.
Thomas
gepostet am: 16.05.2011

Danke für die 'Kinder', 'Schnäbel' und 'Dilettanten'. Mehr konnte ich auf diesem nach unten offenen Niveau nicht erwarten
Speedy Gonzales
gepostet am: 17.05.2011

User-Wertung:
15 Punkte

"Viel zu viel Trash"... das klingt witzig, lieber Thomas. Nur, was hat das mit dem oben besprochenen, unfassbar großartigen, mit Worten kaum zu beschreibenden Großod zeitgenössischer Gittarenmusik zu tun? Ein Vergleich mit der Sportabteilung, sprich Dream Theater, ist in der Tat unangebracht.
Dan Lorenzo
gepostet am: 17.05.2011

ist halt ein provokateur der Thomas. In Wahrheit findet er die CD wie alle anderen auch überirdisch gut. Wie auch Anthems to the welkin at dusk oder Toxicity oder 10000 days
joschi
gepostet am: 22.09.2011

Der Hörgenuß von Dream Theater, Fates Warning oder Psychotic Waltz schließt einander nicht aus.

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