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Urfaust: Teufelsgeist (Review)

Artist:

Urfaust

Urfaust: Teufelsgeist
Album:

Teufelsgeist

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black / Doom Metal / Ambient

Label: Ván / Soulfood
Spieldauer: 33:30
Erschienen: 27.11.2020
Website: [Link]

Bei URFAUST liegen Genie und Wahnsinn, Kunst und Scheiße bekanntermaßen ziemlich dicht nebeneinander. Das von jeher veröffentlichungsfreudige Phänomen hat im Lauf seiner Karriere schon eine Menge Unsinn verzapft und grottige Auftritte hingelegt, aber auch eine Reihe verschrobner Black-Metal Klassiker geschaffen und für intensive Konzertmomente gesorgt.

Mit ihrem jüngsten Release kehren die Niederländer quasi zu des Pudels Kern (um es mit den Worten zu sagen, die Goethe seinem Dr. Faust in den Mund legte) zurück, denn "Geist" und "Teufel" standen immer im Zentrum ihrer nebulösen Lyrik. Musikalisch äußert sich dies jedoch in etwas im Vergleich zur bisherigen URFAUST-Diskografie wieder ganz anderem:

'Offerschaal der Astrologische Mengvormen' ist eine ausladende Keyboard-Doom-Nummer mit melodisch beschwörendem Gesang, als würde Willem "IX" Niemarkt den Heldentenor, den er bei The Spirit Cabinet abgibt, zum Predigen auf einer Kirchenkanzel abstellen. In diesem Sinne fahren URFAUST dann auch fort, tatsächlich ohne angenehme oder unangenehme Überraschungen zu bescheren.

In 'Bloedsacrament voor de Geestenzieners' kommen noch harsche Störgeräusche hinzu, die sich nach Gewöhnung als subtiles Dröhnen im Hintergrund herausstellen und so auf die reinen Ambient-Zwischendinger 'Van Alcoholische Verbittering naar Religieuze Cult' sowie 'Het Godverlaten Leprosarium' vorbereiten. Für 'De Filosofie van een Gedesillusioneerde' wurde die Gitarre ins Zentrum gestellt, abgesehen von Samples ist keine Stimme zu hören und die Atmosphäre gespenstisch.

Drei zwingende Tracks und zweimal Geräusch, das ist an URFAUSTs Schnitt gemessen zweifellos gehobenes Niveau, wobei Freunde des Abseitigen zumindest den Opener dieser EP gehört haben sollten.

FAZIT: Auf ihrem jüngsten Mini-Album zeigen sich URFAUST gekonnt von ihrer doomigen Seite und gewohnt experimentell. Dass man dies im Fall von "Teufelsgeist" nicht als "kacke" interpretieren muss, spricht eindeutig für das Duo und die Platte. Bis zur nächsten Wundertüte dann …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 771x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Offerschaal der Astrologische Mengvormen
  • Bloedsacrament voor de Geestenzieners
  • Van Alcoholische Verbittering naar Religieuze Cult
  • De Filosofie van een Gedesillusioneerde
  • Het Godverlaten Leprosarium

Besetzung:

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